CGI oder Fotografie – Wem gehört die Zukunft?

5 Fragen an Thomas Ripkens (Geschäftsführer und Fotograf, CASA) zum Thema Fotografie vs. Rendering.


Thomas Ripkens,
Geschäftsführer und Fotograf, CASA

Herr Ripkens. Sie haben Ihre CGI-Abteilung gerade erst personell verstärkt und auch räumlich vergrößert. Schaffen Sie sich damit nicht Konkurrenz im eigenen Haus?

TR: Auf keinen Fall. Wir sehen die Disziplinen Fotografie und CGI nicht in Konkurrenz zueinander. Eher ist die Möglichkeit des Renderings eine Ergänzung im Angebot für unsere Kunden. Unser Ziel ist es den Kunden bestens zu beraten und ihm eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Optimal-Lösung zu präsentieren. Und das ist mal die klassische Fotografie und ein anderes Mal das computer-generierte Bild.

Aber warum sollten sich Kunden für die klassische Fotografie entscheiden, wenn das CGI doch die preislich attraktivere Lösung bietet?

TR: Es wird immer Kunden geben, die auf die Fotografie setzen. Und es wird immer Marken geben, in deren Wertesystem sich Premiumanspruch und Authentizität wiederfinden. Dies sollte und muss durch „echte“ Fotografie nach außen gespiegelt werden.

Angeblich soll das Rendering aber doch kaum noch vom Foto zu unterscheiden sein?

TR: Sicher haben Sie teilweise Recht. Für viele ist der Unterschied kaum noch wahrnehmbar. Und wir arbeiten ja auch eifrig daran unsere eigene CGI-Leistung stets zu optimieren. Aber selbst in der Flut der Bilder, die uns gerade heutzutage täglich begegnen, wird es immer Menschen geben, die den Unterschied sehen und vor allen Dingen die Handwerkskunst der Fotografie anerkennen.

Und wem empfehlen Sie die Umsetzung per CGI?

TR: Es gibt unterschiedlichste Gründe, warum manchmal die Realisation per Rendering der optimale Weg zu Bilderstellung ist. Manchmal ist es einfach eine Frage des Budgets. Manchmal müssen aber auch Werbemittel zur Vermarktung schon vor Fertigstellung der Prototypen produziert werden. Hier kann die 3D-Technik bzw. der 3D-Artist wahre Wunder bewirken und Produkte aus CAD-Daten visualisieren, die es eigentlich noch gar nicht gibt. In diesem Falle empfehlen wir auch gerne unser Hybridverfahren. Das heißt, wir fotografieren das Set inklusiv Styling und Licht und rendern anschließend das Produkt in das Bild. Wir kombinieren also die Fotografie mit dem CGI. Eine tolle Sache.

Sie glauben also, sowohl die Fotografie als auch das CGI haben einen Platz in der Zukunft?

TR: Natürlich bin ich kein Hellseher, aber meines Erachtens nach: Ja! Vielleicht werden diese Disziplinen sogar partnerschaftlicher verschmelzen und sich weiter ergänzen. Eines ist aber ganz sicher: Entscheidend für die Qualität – egal ob Fotografie oder Rendering – ist immer ein guter Fotograf mit dem geschulten Blick für Licht und Perspektive und der Liebe für’s Detail. Und darum geht bei uns auch kein Bild zum Kunden, welches nicht ganzheitlich von uns betreut wurde. Auch Styling und Innenarchitektur sind in jedem Projekt involviert. Auch beim CGI.

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