Ein kleiner Diskurs zum Thema Licht

4 Fragen an unseren Fotografen Philipp Reich

Die Vergabe eines Shootings ist eine der wichtigsten Marketing-Entscheidungen für ein Unternehmen. Denn die Bildsprache spiegelt den Markenkern, transportiert Emotionen und erzählt die Markenstory. Bilder kehren an vielen Stellen im Marketing-Mix wieder!

Manche schwören auf das Shooting „on Location“, wegen der Wirkung des natürlichen Lichtes und der gelebten Architektur. Andere bevorzugen die Studio-Fotografie, gerade wegen der Unabhängigkeit vom Tageslicht und der realen Wetterlage.

Grund genug einmal intern nachzufragen, welche Rolle das Licht in der Fotografie spielt, wie wir das Licht einsetzen und ob das natürliche Licht wirklich die bessere Alternative bietet!


Philipp Reich, Fotograf bei CASA

Nachgefragt bei unserem Fotografen Philipp Reich:

Hallo Philipp: Welche Rolle spielt das Licht für Dich und Deine Arbeit?

PR: »Das Wichtigste ist Licht. Licht ist Leben.« Dies ist ein Zitat von Richard Meier und steht schon sehr präsent auf unserer Website. Und in der Tat spielt das Licht in meiner fotografischen Arbeit eine sehr wichtige Rolle. Bei der Fotografie, die wir im CASA verkörpern, geht es ja nicht um eine sachliche Darstellung von Räumlichkeiten, sondern um eine emotionale Produktinszenierung, bei der die Wahl des Lichtes eine entscheidende Rolle spielt.

So sorgt das Licht also – einfach gesagt – für die richtige Atmosphäre. Erfüllt es darüber hinaus noch weitere Aufgaben?

PR: Eine weitere Aufgabe ist sicher mit der eines Moderators vergleichbar: Das Licht lenkt den Blick gekonnt durch das Bild und berichtet über die Beschaffenheit von Formen und Oberflächen. Hier spielt die Wahl der richtigen Lichtcharakteristik – direktes oder indirektes, weiches oder hartes Licht – eine entscheidende Rolle.

Und wie genau entsteht Dein Lichtkonzept?

PR: Am Anfang des Lichtkonzepts steht das Produkt. Und dieses wiederum steht immer im Kontext zur Architektur. Die Lichtgestaltung ist das verbindende Glied zwischen beiden Dingen. Einerseits wird die Architektur durch das Licht erklärt, andererseits muss das Licht den Charakter des Produktes wiedergeben.

Darüber hinaus soll das Set einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit suggerieren. Um die Kulisse herum ist zunächst nichts mehr als ein Studio. Und jetzt kommt die Fiktion ins Spiel: Wie sieht die weitere, nicht sichtbare Architektur aus, wie beeinflusst diese das Licht? Wo befindet sich das Haus? Um was für eine Tageszeit handelt es sich? In diesem Zusammenhang sind wir im Studio viel freier und müssen uns von tatsächlichen Gegebenheiten nicht einschränken lassen. Nur wenn der Fotograf über das Set hinaus denkt, ist er in der Lage, das Licht authentisch zu setzen und Ihm dazu einen emotionalen Charakter zu verleihen.

Noch einmal zurück zum Thema: Welche konkreten Vorteile ergeben sich für Dich persönlich beim Arbeiten mit Licht im Studio?

PR: Bei der Arbeit im Studio stehen mir alle Möglichkeiten der Gestaltung offen: Vom natürlichen Tageslicht bis zur künstlerischen Lichtinszenierung. Ich muss nicht lange suchen, bis ich die beste Location für die gewünschte Atmosphäre finde. Ich kreiere sie. Und darüber hinaus bin ich unabhängig von Jahres- oder Tageszeiten. Ein Vorteil, wenn z.B. ein begrenztes Budget oder ein enges Timing einzuhalten sind.

Vielen Dank, Philipp.

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